Verlöschendes Industriezeitalter

Hochöfen des Bochumer Vereins in Bochum-Stahlhausen (um 1962), © Manfred Kopka (via Wikimedia Commons)Hochöfen des Bochumer Vereins in Bochum-Stahlhausen (um 1962), © Manfred Kopka (via Wikimedia Commons)

Der postindustrielle Strukturwandel ist vielfach gescheitert - Wie kann es nun im Ruhrgebiet weitergehen?

Das Verlöschen der fossilen Großtechnologien mit ihrer raumgreifenden Verbundwirtschaft hinterlässt im Ruhrgebiet ungelöste Fragen: Was soll den gescheiterten Versuchen der Reindustrialisierung folgen? Was ersetzt die verlorenen Arbeitsplätze und Ausbildungssysteme? Wie qualifiziert man junge Menschen, die geringe Aussicht auf Arbeit und Existenzsicherung haben?

Der viel beschworene Strukturwandel hat zu weiten Teilen keine tragfähigen neuen Strukturen geschaffen, um diese Fragen zu klären. Dabei wirkt der lange Arm der Großindustrie noch immer nach: Ersatzarbeitsplätze hat sie lange verhindert, dem Abschied von den fossilen Energien ist sie hinterhergelaufen und ihr Einfluss auf die Politik ist heute größer als ihr faktischer Beitrag zur Erneuerung der Region. Die Politik hingegen hat sich dem immer wieder untergeordnet.

Ingrid Krau hat diese Strukturen als Stadtplanerin von innen miterlebt. Sie trifft auf Menschen, die in erstaunlicher Bescheidung leben, mit billigem Konsum und jeder Menge Events bei Laune gehalten. Ihr Fazit: Nur eine breite und grundlegende Bildungs- und Ausbildungsinitiative kann das beenden.

Die Buchvorstellung und eine sich anschließende Diskussion findet am Mittwoch, den 21. März um 18 Uhr im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen statt.

Verlöschendes Industriezeitalter

Jahr

2018

Ein Projekt unterstützt von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020

Themenfeld

StadtGespräche

Status

21.03.2018

Art

Buchvorstellung und Diskussion

Ort

Gelsenkirchen, Wissenschaftspark

Autor

Ingrid Krau

Links

www.wallstein-verlag.de
​www.ingrid-krau.de