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UmBauKultur – 05.11.2019

Rotor Deconstruction und die Kunst der Materialkreisläufe

Rückbau einer Wandverkleidung aus Carrara-Marmor am Bahnhof von Brüssel Nord im September 2018. Foto: Rotor DeconstructionRückbau einer Wandverkleidung aus Carrara-Marmor am Bahnhof von Brüssel Nord im September 2018. Foto: Rotor Deconstruction

Der Brüsseler Vorort Anderlecht beheimatet eine ungeahnte Schatztruhe voller einzigartiger Materialien und Bauteile, die aus abbruchreifen Gebäuden gerettet und sorgfältig zur Wiederverwertung aufbereitet wurden. Dahinter steckt Rotor Deconstruction (Rotor DC), das eigenständige Nebenprojekt von Rotor, einem gemeinnützigen Unternehmen mit Sitz in Brüssel. Wie der Name bereits andeutet, geht es dabei um Kreisläufe, insbesondere um Materialkreisläufe. Ziel ist dabei langfristig die nachhaltige Wiederverwendung von Bauteilen und die damit einhergehende ressourceneffiziente Materialwirtschaft zu fördern. Das Tochterunternehmen Rotor Deconstruction befasst sich nun in erster Linie mit dem Handel von geborgenen Baustoffen, die man für faire Preise auf ihrer Webseite erwerben kann.

Aus der Schwierigkeit heraus, bestimmte Materialien zu beschaffen, entstand den Gründern von Rotor DC die Idee des Sammelns und Sortierens von Baustoffen aus abbruchreifen Gebäuden. Die oft sehr hochwertigen, von renommierten Designerinnen und Designern entworfenen oder mit besonderen Technologien hergestellten Stücke, werden in den Materialkreislauf wieder eingegliedert und zur Wiederverwendung aufbereitet. Rotor Deconstruction rettet so nicht nur wertvolles Material, sondern ist auch im Sinne der Nachhaltigkeit und effizienten Nutzung von Ressourcen ein Pionierunternehmen. Die Wiederverwendung von Baustoffen reduziert Abbruchabfälle, erhält die im Gebäude verbaute graue Energie und ergänzt Bemühungen im Bereich der Denkmalpflege. Auf der Webseite findet man Objekte aus außergewöhnlichen Räumen, wie zum Beispiel Massivholztüren aus dem historischen Rathaus in Antwerpen, die bei der Renovierung des Renaissance-Gebäudes aus dem Jahr 1565 geborgen wurden, Keramik- und Marmorfliesen aus dem 1952 erbauten Bahnhof Brüssel-Nord oder handgefertigte Lampen der in den 1960er und 70er Jahre bekannten belgischen Glasfabrik Manuverbel, die sich bereits ab 30 Euro käuflich erwerben lassen.

Die Relevanz rund um das Thema Umbau und ressourceneffiziente Materialwirtschaft steigt. Immer öfter ist die Rede davon, die Aufgabe der Architektur liege zukünftig nicht mehr im Neubau, sondern im Um- und Weiterbau.2018 erhält Rotor für seine Bemühungen den Schelling Architekturpreis, der zukunftsweisende Entwicklungen in der Architektur sowie prägnante Leistungen in der Architekturtheorie würdigt. Als Baukulturakteur ist Rotor Deconstruction in Belgien, insbesondere in Brüssel bereits eine etablierte Instanz. Das Pionierunternehmen schlägt mit seiner Kreislaufwirtschaft aber nach und nach auch international Wellen.

Weitere Informationen dazu unter www.rotordc.com oder in dem Artikel des Baumeisters unter www.baumeister.de.

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