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Wir-Urbanismus – 16.04.2019

Memory Station M.S. KALK in Köln widmet sich dem Stadtteil

Die Akademie der Künste der Welt lädt von Mai bis Juli zum partizipativen Archivprojekt: „Memory Stations: Be a public historian“ in ausgewählte Städte NRWs ein.Die Akademie der Künste der Welt lädt von Mai bis Juli zum partizipativen Archivprojekt: „Memory Stations: Be a public historian“ in ausgewählte Städte NRWs ein.

Das partizipative, digitale Archivprojekt „Memory Stations: Be a public historian“ der Akademie der Künste der Welt läuft vom 5. April bis zum 14. Juli 2019 in Köln, Düsseldorf, Essen, Bochum und Dortmund. Gemeinsam mit ausgewählten Kooperationspartnerinnen vor Ort entwickelt und installiert die Akademie sogenannte Memory Stations, „Anlaufstationen“ für Erinnerungen des jeweiligen Stadtviertels, seinen Bewohnerinnen und Bewohner. StadtBauKultur NRW unterstützt die Memory Station "M.S. KALK" im Kölner Stadtteil Kalk vom 1. Mai bis 6. Juli 2019.

 

Kalker weichen nicht aus – wohin auch? Ihr Stadtteil ist eingeschnürt durch einen breiten Eisenbahngürtel, in dessen Innerem einst Stahl- und Chemiefabriken rauchten. Als in den 1980er und 1990er Jahren die Industrie verschwand, blieb ein einzigartiges Soziotop übrig, das bald als Problemviertel galt. Doch wer genau hinsah, entdeckte neben Spannungen auch eine auffällige Neugier am anderen.

 

In seiner einzigartigen Mischung ist Kalk ein extremer Ort, vielleicht der großstädtischste und politischste Stadtteil Kölns und auf jeden Fall ein Schauplatz, „dessen Epos noch nicht erzählt ist“, wie die Kuratorin Meryem Erkus und der Kurator der Memory Station Boris Sieverts, sagen. Erkus ist als Veranstalterin und stadtpolitische Aktivistin mitverantwortlich für viele subkulturelle Projekte und hybride Formate in Köln. Sieverts, der an der Kunstakademie Düsseldorf studierte, führt mit seinem Büro für Städtereisen Einheimische und Touristen durch die Grauzonen städtischer Ballungsräume. Die Memory Station Kalk will nicht nur Geschichten einsammeln und archivieren, sondern sie zugleich auch zur Aufführung bringen, ausstellen, verdoppeln. „Lebendige Geschichtsschreibung“ nennt Boris Sieverts das, und die Formate dafür reichen von einem Kartografie-Workshop über offene Häuser, Nachbarschaftsfeste und Stadtspaziergänge bis zu einem durch den Stadtteil wandernden, öffentlich zu bearbeitenden Tonmodell Kalks. Mit einer mobilen Memory Station sucht der Künstler Malte Fröhlich die Bewohnerinnen und Bewohner Kalks im Alltag auf. Zentraler Ausgangs- und Anlaufpunkt dafür sind die Lichtspiele Kalk in der Kalk-Mülheimer Straße 130/132.

 

Alle weiteren Informationen zum umfangreichen Programm und den weiteren Stationen der Memory Station gibt es unter www.academycologne.org

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