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UmBauKultur – 16.04.2019

Ex-Hertie-Kaufhaus in Herne soll 2020 als "Neue Höfe" eröffnen

So soll das ehemalige Hertie-Kaufhaus in Herne bald aussehen. Die Eröffnung als "Neue Höfe" ist für 2020 geplant. Visualisierung: HPP ArchitektenSo soll das ehemalige Hertie-Kaufhaus in Herne bald aussehen. Die Eröffnung als "Neue Höfe" ist für 2020 geplant. Visualisierung: HPP Architekten

Seit 10 Jahren steht das ehemalige Warenhaus Hertie in Herne leer. Das zwischen 1959-1961 errichtete Bauwerk teilt das Schicksal mit vielen anderen großen Kaufhäusern der Region. Mit einem Rückgang von Besuchern und Umsatz droht den großflächigen oft stadtbildprägenden, innerstädtischen Immobilien der Abriss. Denkmalgeschützte Bauwerke warten oft lange auf ihre Revitalisierung und erhalten manchmal, wie das Kaufhaus in Herne, eine zweite Chance.

Als „Neue Höfe Herne“ soll das Haus, ausgestattet mit zukunftsfähigen Funktionen, 2020 eröffnet werden. Das Gebäude wurde von der Stadt gekauft und an einen Investor vermittelt. Zwei Drittel der rund 12.650 Quadratmeter sind schon vermietet und dienen künftig einer gemischten Nutzung. Der größte Teil der Fläche ist vor allem für Büroflächen vorgesehen, kleinere Flächen gehen an Gastronomie, Einzelhandel und ein Fitnessunternehmen. Weil die innere Struktur des Gebäudes für derartige Nutzung nicht ausgelegt ist, sind die zwischenzeitlichen Überlegungen Wohnungen oder ein Hotel zu errichten, vom Tisch. „Es handelt sich ja um eine Handelsimmobilie aus den 60er-Jahren, bei dem auch noch die Tragkonstruktion und die Fassade unter Denkmalschutz stehen. Wir bringen jetzt andere Nutzungen in dieses Gebäude. Das heißt: Es gibt andere Anforderungen. Das ist aber gar nicht so einfach umzusetzen.“, so der Projektverantwortliche Thomas Binsfeld.

Der Entwurf des Düsseldorfer Büros HPP Architekten sieht eine komplette Neustrukturierung des Innenraums vor. Für eine bessere Belichtung sorgen, in den Bestandsbaukörper eingeschnittene, Innenhöfe die dem Haus auch seinen neunen Namen geben. Im Inneren finden aktuell massive Entkernungsmaßnahmen statt, parallel dazu wird die Fassade und das konstruktive Gerüst, im Hinblick auf Denkmalschutz, saniert und teilweise ersetzt – um die charakteristische vertikale Gliederung zu erhalten.

Während die Stadt Herne der Entwicklung positiv entgegenblickt: „Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Revitalisierung unserer Innenstadt.“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, bleibt die Umnutzungsaufgabe für viele Standorte aktuell. Bei der Fusion von Karstadt und Kaufhof sehen Fachleute nur für die Hälfte des aktuellen Bestandes eine Zukunft. Für die andere Hälfte kann man auf mutige Investoren wie in Herne hoffen.

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