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Wir-Urbanismus – 11.06.2016

Die Crowd finanziert den Bau

Crowdfundingbrücke Luchtsingel in RotterdamCrowdfundingbrücke Luchtsingel in Rotterdam

Es gibt eigentlich nichts, was man nicht mit Crowdfunding finanzieren kann. Crowdfunding bedeutet die Finanzierung eines Projekts durch eine Vielzahl an Menschen – die Crowd. Abgewickelt wird es über eine Online-Plattform, auf der die Projektideen präsentiert werden. Jeder kann je nach persönlichem Budget seinen Anteil beisteuern, ab 5 Euro ist man in der Regel dabei. Mit den vielen kleinen oder großen Beiträgen muss in einem festgelegten Zeitraum eine im Vorfeld definierte Mindestsumme erreicht werden, damit das Geld an den Initiator ausgezahlt und das Projekt realisiert werden kann. Sofern es eine Gegenleistung für die Unterstützung gibt, ist sie nicht-monetärer Art, zum Beispiel ein Exemplar des crowdfinanzierten Produkts oder kleinere Give-aways.

Die meisten Projekte sind karitative oder künstlerische, die ohne die Crowd vermutlich nicht umgesetzt werden könnten, oder Startup-Unternehmen, die eine Anschubfinanzierung benötigen. Vermehrt gibt es aber auch Crowdfunding-Kampagnen, die Gelder für bauliche Umsetzungen sammeln. Ein erstes erfolgreiches Crowdfunding zur Finanzierung eines Immobilienprojektes gab es in Deutschland Ende 2012. Auf der Internetseite kapitalfreunde.de investierten 73 private Anleger insgesamt 67.500 Euro, um den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses in Frankfurt Alt-Sachsenhausen zu realisieren. Seit dem hat sich der Markt der alternativen Immobilienfinanzierung stark professionalisiert und institutionalisiert, er weist bereits einen Anteil von 45 Prozent des Crowdfundings aus. Allerdings ist der überwiegende Teil dem Crowdinvesting zuzurechnen. Im Gegensatz zum „klassischen“ Crowdfunding bekommt der Unterstützer eine monetäre Gegenleistung, zum Beispiel Anteile des finanzierten Projektes oder Zinsen.

Für beide Finanzierungs- und Unterstützungsformen – Crowdfunding und Crowdinvesting –, die in den Medien oft synonym verwendet werden, stellen wir einige Beispiele vor.

Crowdfunding:

Der Verein RAUMSCHIFF in Linz konnte ein leerstehendes und stark sanierungsbedürftig Haus instandsetzen: www.startnext.com/raumschiff.

OPENmarx soll ein Ort für Begegnung und Austausch zwischen geflüchteten Menschen und der lokalen Bevölkerung in Wien werden: www.startnext.com/openworkspace.

Crowdinvesting:

Umbau der denkmalgeschützten Villa Waldhof in Krefeld Bockum: www.rp-online.de/nrw/staedte/krefeld.

Erstes crowdfinanziertes Immobilienprojekt “Kleiner Ritter” in Frankfurt: www.kapitalfreunde.de und www.greenimmo.de.

Weitere Crowdfunding finanzierte Projekte mit einem baukulturellen Bezug:

Die Mensa am Park in Weimar sollte 2010 zugunsten eines Museums abgerissen werden. Das konnten die Initiative Mensadebatte verhindern: www.startnext.com/mensadebatte-weimar.

Luchtsingel-Brücke in Rotterdam, die erste öffentliche Infrastruktur, die dank einer Crowdfunding-Initiative realisiert wurde: www.luchtsingel.org.

Crowdfunding in Architektur und Städtebau BAUNETZWOCHE#440: baunetzwoche_440_2016.pdf.

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