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UmBauKultur – 04.04.2016

Auf dem Dach und in der Lücke – Wohnflächenpotenziale

Venloer Straße in Köln Ehrenfeld I Fotograf: Sebastian Becker Venloer Straße in Köln Ehrenfeld I Fotograf: Sebastian Becker

Bis zu 400.000 neue Wohnungen pro Jahr werden Prognosen zufolge deutschlandweit bis 2030 benötigt ­– aufgrund der steigenden Zahl von Ein-Personen-Haushalten, höherer Wohnflächennachfrage und Zuwanderung aus dem Ausland. Nur ein kleiner Teil davon wird durch Umbau und Umnutzung im Bestand gewonnen werden können. Das „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ und die darin zusammengeschlossenen Akteure aus Bund, Ländern, Kommunen und Wohnungswirtschaft setzen in ihren aktuellen „Wohnungsbauoffensiven“ auch auf Neubau. Um dennoch den Anforderungen an Umwelt- und Ressourcenschonung zu entsprechen und dem Ziel der Bundesregierung, die tägliche Flächeninanspruchnahme bis 2030 auf 30 Hektar zu senken, näherzukommen, wird dabei auch nach Alternativen zur Neuerschließung von Bauland gesucht.

So bemühen sich viele Kommunen um die Reaktivierung innerstädtischer Brachflächen und Baulücken und nutzen dabei derzeit ein oft schon seit vielen Jahre eingesetztes Instrument verstärkt: das Baulückenkataster, durch das potentielle Investoren auf einen Blick Informationen zu Lage und Größe der Fläche sowie Angaben zum Planungsrecht und zum Kaufpreis unbebauter Grundstücke erhalten. Wie dieses Instrument durch aktive Ansprache von Grundstücksbesitzern optimiert werden könnte, zeigt aktuell die Stadt Siegen. Sie schreibt in den nächsten Tagen Eigentümer von Baulücken an, um sie zur Nutzung oder auch zum Verkauf der Areale zu motivieren und auf Fördermöglichkeiten für die Schaffung von Wohnraum hinzuweisen. Weitere Informationen hierzu gibt es auf www.derwesten.de.

Wenn alle Lücken gefüllt sind, bleibt immer noch Platz auf dem Dach, wie eine aktuelle Studie der TU Darmstadt zeigt: 1,1 Millionen Wohnungen könnten demnach deutschlandweit durch Dachaufstockungen entstehen, vor allem auf Mehrfamilienhäusern, die zwischen 1950 und 1990 gebaut wurden. In Bochum, wo gerade die geplante Erschließung von 50 Hektar Freifläche für neue Gewerbeansiedlungen heftig diskutiert wird, ließen sich, so die Studie, auf diese Weise bis zu 360 Hektar Gebäude-, Frei- und Verkehrsfläche einsparen. Wie solche Aufbauten aussehen können, zeigt die Veröffentlichung anhand zahlreicher Best-Practice-Beispiele unter www.twe.architektur.tu-darmstadt.de.

Auch Bundesbauministerin Barbara Hendricks befürwortet Dachaufstockungen, wie die WELT berichtet: www.welt.de.

Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen lässt darüber hinaus zurzeit in einer Studie des BBSR prüfen, welche Potenziale städtebauliche Nachverdichtung durch Dachausbauten und Aufstockungen bietet.

Mehr zum Thema gibt es unter www.spiegel.de.

Den Bericht zum Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen und zur Wohnungsbau-Offensive gibt es auf www.bmub.bund.de.

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