News (de)

UmBauKultur – 03.03.2017

Das kriminelle Geschäft mit Problemimmobilien

Eine Problemimmobilie mit heruntergekommenem Erker © Hanna HinrichsEine Problemimmobilie mit heruntergekommenem Erker © Hanna Hinrichs

Wie kommt es dazu, dass Häuser in der Stadt verfallen? Manche von ihnen stehen einfach leer und sind deshalb gefährdet, andere werden aber trotz schwieriger baulicher Verhältnissen noch bewohnt. Das geschieht nicht ohne Grund – es gibt Personen, die davon sehr profitieren. Der Mechanismus für diesen Profit, der zu Lasten der Bewohner und der öffentlichen Hand geht, hat viel mit den rechtlichen Rahmenbedingungen von Zwangsversteigerungen zu tun:

Wenn der ursprüngliche Eigentümer nicht mehr für seine Immobilie aufkommen kann, werden die Gebäude zwangsversteigert. Zur Ersteigerung der betreffenden Häuser sind vorab lediglich sogenannte Sicherheitsleistungen zu zahlen. Diese entsprechen etwa zehn Prozent des Verkehrswertes des versteigerten Objektes. Meist geht es dabei um Summen zwischen 4000 und 6000 Euro. Der Rest des Kaufbetrags wird nach sechs Monaten fällig. Das Geschäftsmodell der skrupellosen Vermieter funktioniert folgendermaßen: Über Strohmänner werden die Immobilien ersteigert und dann zu hohen Preisen an Menschen vermietet, die auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Unterkunft finden. Schon nach zwei Monaten geht die Rechnung auf und die eingangs geleisteten Sicherheitszahlungen sind ausgeglichen. Wenn die halbjährige Zahlungsfrist abgelaufen ist, stellt sich heraus, dass der Strohmann diesen Preis nicht zahlen kann. Das Gebäude kommt wieder in die Zwangsversteigerung - der Zyklus beginnt wieder von vorne. Leidtragenden sind vor allem die Mieter, die zu überhöhten Preisen in schlimmen Verhältnissen wohnen müssen. Aber auch die öffentliche Hand ist hier in einer schwierigen Situation: Der Schutz des Privateigentums genießt rechtlich einen hohen Stellenwert und ein Eingreifen ist hierfür nur in Grenzfällen, zum Beispiel für Zwangsräumungen vorgesehen. Manchmal bleibt den Städten nur der Ausweg, Problemimmobilien selbst aufzukaufen und dann je nach Zustand abzureißen oder wieder auf Vordermann zu bringen. Alternative Konzepte für den Umgang mit diesen Objekten finden sich in der Studie Gründerzeit von StadtBauKultur NRW.

Einen ausführlichen aktuellen Bericht gibt es unter www.wdr.de

Etwas älter, aber trotzdem erhellend, ist auch dieser Artikel: www.zeit.de

News (de)

JAHR

2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Themenfelder

StadtBauKultur NRW (22)
UmBauKultur (144)
Wir-Urbanismus (155)
LebensRäume (141)
StadtGespräche (141)
Panorama (133)

Tags

Bürgerschaftliches Engagement (87) / Umbau (55) / Baukulturvermittlung (54) / Nachkriegsmoderne (49) / Innenstadtentwicklung (48) / Leerstand (46) / NRW (45) / Köln (44) / Wohnungsbau (41) / Umnutzung (37) / Dortmund (34) / Quartiersentwicklung (34) / Kirchen (32) / Bürgerbeteiligung (31) / Denkmalpflege (31) / Öffentlicher Raum (30) / Ruhrgebiet (30) / Wohnprojekte (26) / Bochum (22) / Flüchtlingsunterkünfte (22) /
Handelsimmobilien (21) / Integration (21) / Ländlicher Raum (21) / Wohnungsmarkt (21) / Kinder und Jugendliche (20) / Düsseldorf (17) / Essen (17) / Schrottimmobilien (17) / Einfamilienhäuser (16) / Gelsenkirchen (16) / Mobilität (16) / Ressourcen (16) / Sanierung (15) / Planungskultur (14) / Ladenlokal (13) / Digitalisierung (12) / Partizipation (12) / Architekturfotografie (11) / Infrastruktur (11) / Museum am Ostwall (11) / Städtebau-Ausbildung (11) / Münster (10) / Stadtgespräche NRW (10) / Städtebauförderung (9) / Berlin (8) / Demografischer Wandel (8) / Großstrukturen (8) / Junge Architekten (8) / Nieheim (8) / Stadtumbau (8) / Genossenschaft (7) / Kulturbauten (7) / Regionale Baukultur (7) / Wuppertal (7) / Aachen (6) / Klimawandel (6) / Krefeld (6) / Oberhausen (6) / Wettbewerb (6) / Baugruppen (5) / Bielefeld (5) / Bonn (5) / Flächenrecycling (5) / Förderprogramme (5) / Identität (5) / Kreativquartier (5) / Marl (5) / StadtBauKultur (5) / Witten (5) / Zwischennutzung (5) / Duisburg (4) / Freiraum (4) / Gestaltung (4) / Inklusion (4) / Konversion (4) / Kunst am Bau (4) / Landschaft (4) / Mönchengladbach (4) / Paderborn (4) / Schrumpfende Städte (4) / Architekturtheorie (3) / Billerbeck (3) / Dinslaken (3) / Dorsten (3) / Gentrifizierung (3) / Heimat (3) / Herne (3) / Hochschulen (3) / Mülheim an der Ruhr (3) / Münsterland (3) / Nachhaltigkeit (3) / Remscheid (3) / Rheinland (3) / Arnsberg (2) / Auszeichnung (2) / Bocholt (2) / Denkmalschutz (2) / Film (2) / Frankfurt (2) / Gestaltungsbeirat (2) / Großsiedlungen (2) / Hagen (2) / Höxter (2) / Intervention (2) / Karte (2) / Konferenz UmBauKultur (2) / Leipzig (2) / Liverpool (2) / Lünen (2) / Metropolregion (2) / Shareconomy (2) / Sportstätten (2) / Stadtmodelle (2) / Thüringen (2) / Umwelt (2) / Venedig (2) / Werne (2) / Westfalen (2) / Alfter (1) / Altena (1) / Bad Laasphe (1) / Baukultur Paderborn (1) / Baustellenmarketing (1) / Bergisch Gladbach (1) / Bergneustadt (1) / Bottrop (1) / Bund (1) / Bürgerinitiative (1) / Büroimmobilien (1) / Denkmal (1) / Design (1) / Detroit (1) / Dingden (1) / Emsdetten (1) / Eschweiler (1) / Förderprogram (1) / Fußgängerzone (1) / Gladbeck (1) / Grenoble (1) / Gronau (1) / Herford (1) / Initiativen (1) / Iserlohn (1) / Job (1) / Konferenz (1) / Krampnitz (1) / Langenfeld (1) / Maastricht (1) / Meschede (1) / Möllbergen (1) / Ochtrup (1) / Olpe (1) / Potsdam (1) / Ratingen (1) / Recklinghausen (1) / Rotterdam (1) / Saerbeck (1) / Sauerland (1) / Schulbauten (1) / Soest (1) / Solingen (1) / Stadtquartier (1) / Stockholm (1) / Suburbanisierung (1) / Wattenscheid (1) / Wien (1) / Willebadessen (1) / Zülpich (1) /

Newsletter-Anmeldung

Sie interessieren sich für Baukultur?

Durch die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Anmelden“ erklären Sie sich damit einverstanden, in unregelmäßigen Abständen Neuigkeiten zur Baukultur in Nordrhein-Westfalen zu erhalten. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen.




  Frau  Herr 

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder.

Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters CleverReach, Protokollierung der Anmeldung und Ihren Widerrufsrechten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Newsletter-Archiv

Hier finden Sie alle erschienenen Ausgaben unseres Newsletters.

In order to optimize our website for you and to be able to continuously improve it, we use cookies. By continuing to use the website, you agree to the use of cookies. For more information about cookies, please visit ourPrivacy Policy